Lob, Kritik, Wünsche

MEIN DLF Lob, Kritik und Wünsche

Was unseren Hörern gefällt - und was sie für die nächsten 50 Jahre anders haben wollen

von Marco Bertolaso

Der Geburtstag des Deutschlandfunks hat viele Menschen veranlasst, mit lobenden Worten zu gratulieren. Darüber freut sich jedermann im Funkhaus und in den Korrespondentenbüros. Genauso dankbar sind wir aber für die kritischen Anmerkungen unserer Hörerschaft, für die Änderungs- und Verbesserungsvorschläge.

Auch davon hat uns einiges erreicht. Viel kommentiert werden die Zwischenmusiken, die Anhänger und Kritiker gleichermaßen haben. Oft geht es auch um die Sprache im Deutschlandfunk, und immer wieder kommt der Appell, im journalistischen Niveau nicht nachzulassen. Auch hier eine Auswahl aus den Zuschriften:

 

Mein DLF - Lob, Kritik und Wünsche

 Wolfgang Peter Löhndorf, Hünxe "Mein DLF! Wo wäre ich ohne Dich? Vor 40 Jahren habe ich Dich gehasst: so gut wie kein Rock und Pop.Nur immer diese Rederei: die Kommentare und Einschätzungen, die Interviews. Heute, ich bin älter und klüger geworden, kann ich ohne diese Rederei nicht leben. Ich höre von morgens bis nachts DLF. Und Musik gibt es auch, sogar Rock und Pop, wen's interessiert.  Der DLF ist meine Volkshochschule, mein Kompaß, auf den Verlaß ist.  Der DLF bereichert mein Leben. Eine Bitte: Bleiben Sie im Äther!"

Stephan Brinke-Seiferth "Mich (Jahrgang 1962) begleitet der DLF seit Kindertagen (pip, pip, piiiiip zur vollen Stunde) oder zum Wachwerden als 20 Jähriger fand ich die Interviews morgens wunderbar, insbesondere mit Lambsdorff (der konnte so knorzelige Antworten geben). Meine Karriere hat der DLF bei langen Autofahrten begleitet, viele Bücherkäufe verursacht und Erkenntnisse aus Natur und Technik vermehrt. Es ist der einzige Sender, der meinen Informationshunger zu stillen vermag und seinen Hörern eine Zumutung ist, Gott sei Dank, und nicht auf die leicht verdauliche Info-Mode eingestiegen ist."

Ulrich Langnickel, Hannover "DEUTSCHLANDFUNKtioniert besser wenn DEUTSCHLANDFUNKt" ... und er läuft und läuft und läuft.... .jedenfalls bei mir und wohl vielen anderen, die hungern nach Gerechtigkeit und einer besseren Welt. Guter Journalismus ist furchtbar für die Fürchterlichen und fruchtbar für die Friedlichen."

Eckart Straßer, Köln "Lieber DLF, da Dein Sender in meinem Leben heute eine wichtige Rolle spielt, raffe ich mich auf und schreibe den ersten Leser-/Hörerbrief meines langen Lebens. Ich bin so alt wie unsere Republik. Als Teenager schätzte ich Ihre Rockmusiksendungen in den 1960ern um 16 Uhr. Politisch interessiert lehnte ich Ihren Sender als Sprachrohr der CDU ab. In den 1980ern genoss ich dann wieder Ihre mitternächtlichen Live-Mitschnitte von Rockkonzerten. Seit langen Jahren habe ich eine neue Einstellung zu Ihrem Sender: Ich genieße es, dass es noch eine Redaktion gibt - abgesehen von der SZ - , die unabhängig über Politik berichtet, ohne Gedudel und Werbung. Mehr Kommentare würde ich mir wünschen: morgens und mittags. Auch das Wochenendprogramm ist nicht nach meinem Gusto."

Edmund Wagner, Wiesbaden  "(...) Bei uns läuft der DLF eigentlich Tag und Nacht. Vor allem ab 5. Früher fielen die Sendungen am Samstag und Sonntag im Niveau leider ab. Heute vielleicht nicht mehr so sehr. Dies ist meine Historie von fast 30 Jahren."

Heino Groß "Schon vor dem Aufstehen und abends vor dem Einschlafen höre ich das Neueste vom Tage und fühle mich dadurch immer gut informiert. Nur eins bemängle ich in all den Jahren: die Namen der Sprecherinnen und Sprecher kann man nur jeweils am Ende der Presseschau erfahren, die Nachrichtensprecher bleiben gar anonym - ich finde das schade, denn sie prägen den DLF wesentlich."

Cornelis Escher, Freiburg "Der Deutschlandfunk begleitet mich schon seit Kindertagen. Denn meine Eltern hörten diesen immer. Mit 12 Jahren kam ich ebenfalls auf den Geschmack. Die anderen Sender brachten nur Werbung. Und das war mir zu lästig. Außerdem wuchs ich ohne Fernseher auf und bleibe gerne dabei. So bin ich jetzt 22 Jahre alt und höre immer noch Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und manchmal das DRadio Wissen. Ich habe deswegen auch 2008 eine Seminarkursarbeit dem Deutschlandradio gewidmet und mich mit ihm befasst. Was den Deutschlandfunk so einzigartig macht: Die Werbefreiheit, der hohe Wortanteil, die Informationsfülle wie auch die Berichterstattung aus allen Blickwinkeln. Mit dem Programm des Deutschlandfunks wird ein breites und wichtiges Informationsspektrum abgedeckt. Die Informationen am Morgen, Mittag und Abend sind für mich ein Beweis dafür, dass Radio ein Teamsport ist. Hier wird Radio noch handgemacht, hier sitzen Menschen, die recherchieren, Interviews führen und sehr gut moderieren können. Ein Alleinstellungsmerkmal des Deutschlandfunks und des Deutschlandradio Kultur (auch DRadio Wissen) sind für mich die Moderatoren. Ein weiteres Merkmal des Deutschlandfunks sind die Nachrichten. Ohne Einspieler, ohne ablenkende Trenner werden die Nachrichten vorgelesen. Das finde ich sehr gut und sollte so bleiben."

Götz-E.Zuber, Oberursel "Seit vielen Jahren interessierter Hörer des DLF. DLF = unverzichtbare + beste Nachrichtenquelle (für mich). .Bitte/Wunsch in diesem Zusammenhang Sendezeichen "Du Land voll Lieb und Leben" wieder einführen,  kann ja modernisiert sein, wichtig die hohen klaren Töne, - meine Ohren vermissen den charakteristischen DLF-Sound (!).  Besonderer Moment meines Lebens betreffs DLF:   Nach der Wiedervereinigung für kurze Zeit um den DLF "gebangt" (ehrlich),   d.h. hatte befürchtet, dass der Sendebetrieb eingestellt wird    - wäre ein unvorstellbarer Verlust gewesen (!)."

Stefan Böhmer, Bad Aibling  "Ich danke Ihnen für Ihre hervorragende journalistische Arbeit hoher Qualität, für die wichtigen Beiträge zu Politik, Bildung und Kultur für alle Menschen im deutschsprachigen Raum. Machen Sie weiter so, bleiben Sie standhaft in Zeiten des Verfalls von Bildung und  mangelnder Zivilcourage. Ich schätze den DLF als hohes Gut der Demokratie in unserem freien Land und denke, dass es so einen niveauvollen Radiosender weltweit nicht noch einmal gibt."

Ekkehart Klaus, Petershagen "Ich bin seit ein paar Monaten ihr begeisterter Hörer. Ein Freund gab mir den Tipp, für den ich ihm sehr dankbar bin. Ich hatte nicht gedacht, dass es heutzutage noch einen Sender gibt, der mit ursolider Sachlichkeit seinen Sendeablauf gestaltet. Neben den ach so coolen und unglaublich hippen Dutzend-Sendern, die glauben, ihren Hörern nur noch Wortbeiträge mit pulsierenden Geräuschen als Untermalung zumuten zu können, weil sie bei ihnen möglicherweise  Aufmerksamkeitsdefizite vermuten, die sich nur durch eine Geräuschkulisse korrigieren lassen, bilden Sie die wohltuende Ausnahme. Ich hoffe inständig, dass das in Zukunft auch so bleiben wird und Sie sich nicht von diesem grässlichen 'Virus' anstecken lassen, der ausgehend von den privaten Sendern jetzt auch schon nahezu alle öffentlich rechtlichen Sender im Raum Berlin erfasst hat. Ich freue mich jedesmal richtig, Nachrichten in althergebrachter sachlicher Weise präsentiert zu bekommen."

Steltner "Ich höre den Deutschlandfunk fast von Anfang an. Während meines Studiums in Saarbrücken, Kiel, Regensburg und dann Frankfurt a.M., "Heimathafen" bei Bad Kreuznach, lernte ich den DLF zu schätzen, weil es mir zu mühselig war, jeweils den Landessender und dessen Spezifika zu internalisieren. Und ganz wichtig: als Zuwanderer aus der DDR war das Interesse an den Berichten über Ereignisse und Zustände sowie an den profunden Analysen riesengroß. Ich höre bis heute insbesondere die politischen Informationen von früh bis spät nachts ("Das war der Tag"). Ebenso die Hörspiele dienstags oder sonnabends."

Hans-Jürgen Karius "Bleiben sie bitte bei ihrem hohem inhaltlichen Niveau aber achten sie (noch) stärker auf die sprachlichen Qualitäten ihrer Mitarbeiter."

Jürgen Schartmann, „In den letzten Wochen machten Sie ziemlichen Wirbel um Ihr 50jähriges Jubiläum Dies nehme ich zum Anlass, meine Meinung zu Ihrem Sender zu äußern.  Zuerst das Negative: In Ihren Berichten über Russland spielt der Begriff „gelenkte Demokratie“, der bemerkenswerter- und ehrlicherweise von einem Russen selbst geäußert wurde, eine große Rolle. Das trifft m.E. zu ! Jedoch - die Frage sei gestellt: Haben wir es hier in Deutschland nicht ebenso mit einer gelenkten Demokratie zu tun ? Und da komme ich zum DLF: ich sehe Sie als eines der Lenkungsinstrumente. Das fängt an bei der Zusammensetzung der verantwortlichen Gremien über die Auswahl der Nachrichten ( in welchem Verhältnis stehen bspw. Raum für Börsennachrichten zur Relevanz für die meisten Hörer etc) bis zum Proporz der berichteten Stellungnahmen der Parteien zu Tagespolitik ( sehr häufig ist in Ihrer Berichterstattung zu beobachten, dass zwar diesbezüglich von der Partei „Die Grünen“ berichtet wird, jedoch nichts zum Thema von der Partei „Die Linke“. Wüsste man nicht, dass es diese Partei gibt – und diese hat immerhin mehr Plätze im Bundestag als die Grünen – man könnte sie vergessen. Und da bin ich beim oben Geäußerten: Das ist für mich „Gelenkte Demokratie“: in der alltäglich spürbaren Tendenz auch Ihres Senders: Todschweigen oder tendenziell negative Berichterstattung über alternative Denkansätze. Ich dagegen bin der Meinung, dass gerade dem Mainstream nicht angehörende Denkansätze überproportional berücksichtigt werden müssten,  Ganz einfach resultierend aus der Überlegung, dass allein aus alternativen Ansichten Neues kommt, wobei das Neue naturgemäß zuerst immer das Schwächere sein wird ( Hegels Dialektik) Dem gegenüber ist das Wiedergeben und unendliche Wiederkäuen des Alten nicht nur stagnierend, sondern rückwärts gerichtet. Bspw.: Berichterstattung über die Prognosen der Wirtschaftsweisen. Diese haben nur den einzigen, ganz, ganz kleinen Nachteil: dass sie nicht stimmen. ( Es wäre schön, wenn diese Weisen zu Waisen würden ) Das benutzte Vokabular: ich nehme Anstoß daran, dass häufig – vermutlich aus amerikanischen Nachrichtenagenturen stammende– angloamerikanisches Vokabular übernommen wird. Ganz offensichtlich wird das bei Ortsbezeichnungen: Mexico-City, Stadtteilen von Bagdad etc. Dabei will ich es hier bewenden lassen. Das Positive: .Sie sind ein Sender ohne Reklame ! Gottlob!! Ich höre Ihren Sender sehr häufig, denn: Es gibt eine außerordentliche Vielfalt. Die Sendung: „Essay und Diskurs“ ist manchmal wunderbar, weil nicht so normiert. Abends gibt es manchmal schöne Hörbeiträge ( Hörspiele etc. ) Etc. p.p. Ohne Ihren Sender wäre die Nachrichtenvielfalt noch eingeschränkter.“

Peter Müller, Bredenbeck, „Sie hatten kürzlich nach Kommentaren gefragt.  ch lobte u. a. "Von Mir zu Dir" aus Zeiten der Teilung. Bitte, Sie sollten das für unsere Soldaten in fernen Ländern wieder aufleben lassen. (…) Die Truppenbetreuung wird derzeit von Verteidigungsministerium und Politik höchst mehläugig betrieben.  Kein populärer Künstler engagiert sich. Armutszeugnis. Bitte, Springen Sie ein.“

Klaus Döbereiner, " Ich hab den Eindruck, der DLF hat so irgendwie das Flair des "Besonderen" verloren. Er beginnt, dem Rundfunk-redaktionellen und -Journalistischen Mainstream hinterher zu laufen. Bei der aufdringlichen Lautstärke der Zwischenmusiken vieler Hörfunksendungen (nicht durchgehend und auch in den gleichen Sendungs-Sparten nicht immer, also wohl von einzelnen "progressiven" Tontechnikern oder Redakteuren zu verantorten) fängt das an. Wenn man auf Zimmerlautstärke angewiesen ist, ist man ständig am Runter- und Hochregulieren. Außerdem hasse ich es, zwangs-beschallt zu werden. Bei der völligen Kritiklosigkeit, oder sagen wir Engstirnigkeit, gegenüber den ziemlich grausigen Entwicklungen der Volkswirtschaften der Europäischen Union, die den Euro haben (und den anderen teilweise auch), hört es noch nicht auf. (…) Pseudo-Wahrheiten werden kolportiert, leider auch von den meisten Moderatoren und Kommentatoren des DLF: In Zeiten knapper Kassen - Sparzwang (der Kommunen) - über ihre (unsere) Verhältnisse gelebt - Sparpaket - Eurorettung - (...Schirme ) - "Wachstum" - Investitionen in Bildung (gerade was gehört, wie das im EU-Land Ungarn aussieht, auf Bayern-II!) - Reformen, Reformen, Reformen (gemeint sind Kürzungen von Sozialalleistungen und Aufhebung von Arbeitnehmerrechten, bis hin zur Kürzung der Gesundheitsvorsorge; in F. wirbt der Wahlkämpfer nun sogar mit dem großen Vorbild Schröder) - Steuersenkungen !! - Renteneintrittsalter *) - Troika - Rating-Agenturen ("Erklärwerk" dazu, dürftiger gings nimmer, haben Sie GottseiDank wieder abgeschafft) - Währungsstabilität - Stabilität des Euro (mit der derzeit griechischen, spanischen, portugiesischen Wirtschaftsleisstung ??) - Investitionen in "Erneuerbare" (gemeint ist immer nur der Strom, weniger als  40% des deutschen Primärenergie-Einsatzes).  Alles falsche Sprüche, denn die Bruttoinlandsprodukte sind - auch in Griechenland & Co) in den letzten 30 Jahren ordentlich bis gigantisch gewachsen (in D.: real und währungsparitäten- normiert: über 90%) (…) Letztendlicher Zweck dieser Mail: Vom DLF hört man zu diesen Weltproblemen nichts Substantielles mehr. Ihre früheren oft knallharten Features zu allen möglichen Themen werden weniger, die Wirtschafts-Sendungen sind an Flachheit nicht mehr zu unterbieten. Warum nicht mal den Qualitätsanspruch der Sendungen Forschung Aktuell, Wissenschaft im Brennpunkt in solche Themen reinstecken? *) Aber bitte nicht mit Ihren Wirschafts-Moderatoren. Grundsätzlich nicht mit Ökonomen! Oder nur unter der strengen Aufsicht eines etwas in die Materie eingearbeiteten Mathematikers, der nichts Anderes zu tun hätte, als die Logik und die Axiomatik (die fehlende) der gemachten Aussagen zu hinterfragen. 4 Sendungen innerhalb 2 1/2 Stunden, am 25.2.2012: Computer und Kommunikation, Markt und Medien, Kultur heute, Hintergrund, haben wieder gezeigt, daß mit Engagement und Empathie gemachte Beiträge aus fachlich hochkarätiger Information auf der Basis kritischer Fragestellung, ggfs. garniert mit leidenschaftlichen Kommentaren, nicht ersetzbar sind."Wolfgang Macht, Uelzen "Grundsätzlich gefällt mir immer noch die Qualität Ihrer Radio-Arbeit, die sich täglich weiter von den Dudelsendern abhebt. Bitte bleiben Sie Ihrer Linie treu und "unterstehen Sie sich", die Nachrichten irgendwann mit Hintergrundgedudel zu unterlegen ..."

Ulrike Groß, Magdeburg "Das hatte mich ja erstaunt, dies in den letzten Dezembertagen 2011 zu hören: der Deutschlandfunk wird 50! Ich dachte, er wäre mindestens so alt wie die Bundesrepublik oder noch älter, also in etwa so wie der NWDR. Dabei ist er so jung wie ich, die ich im Januar 1962 geboren wurde und damit auch 50 Jahre alt werde!  Aufgewachsen in einem kirchlich-evangelisch geprägten Elternhaus in der DDR, gehörte für mich als Kind und Jugendliche der Deutschlandfunk selbstverständlich zum Tagesablauf. Das habe ich auch im Prinzip bis jetzt so beibehalten. Ich bin Ihnen sehr dankbar für das grundsätzliche Profil des Senders, seriös, ausführlich, kritisch, das werden Ihnen in diesen Tagen viele mitteilen. Einige wöchentliche Sendereihen sind für mich regelmäßige Höhepunkte."

Susanne Schulze "Zwar fällt mir gerade kein ganz besonders Hörerlebnis ein, ich möchte aber die Gelegenheit nutzen um Ihnen zu sagen, wie sehr ich Ihren Sender liebe! Ich preise den Tag, als ich den Deutschlandfunk zu ersten Mal eingeschaltet habe (vor ca. 20 Jahren). Seitdem erquickt Ihr Sender allmorgendlich meine gemarterte politische Seele."

Heide Lorenz, Düsseldorf "Ich bin so glücklich, dass es den Deutschlandfunk gibt! Seit 1989 freue ich mich jeden Tag an allem, was Sie dem Hörer bieten. Meine Lieblingssendungen sind: Corso, Büchermarkt,  Forschung aktuell, Klassik-pop-et cetera, Lange Nacht, Sonntagsspaziergang, Zwischentöne, Musikszene,  Querköpfe, Mitternachtskrimi, Fazit, die Kultursendungen,  und die vielen Musiksendungen, auch die nächtlichen. (...)  Mit dem Programmheft und meinem PC bin ich tagtäglich gut informiert, - ich möchte sagen, dass ich DLF-verliebt bin! P.S.: Meine Mutter war bis zu ihrem 100. Geburtstag auch begeisterte DLF-Hörerin!"

Bernward Boden "Schon mein Großvater hörte Ihren Sender. Ich höre ihn, wenn ich wirklich Ruhe dazu habe, aber ich bin froh, dass der Sender existiert, auch wenn ich nicht selber immer hören kann. Sie berichten sachlich, kompetent, besonnen und tiefgehend. Sie sind nicht oberflächlich, machen keine Show, hypen nicht. Sie sprechen eine Sprache, die mir ein Vertrauen gibt in den Erhalt von etwas wie Pressefreiheit und Qualität."

Achim Sauer, Wankendorf   "Auch ich gratuliere, bin ich doch seit vielen Jahren ein überzeugter Hörer des Deutschlandfunks. Er ist so ziemlich der einzige Sender, den ich zu Hause wie auf Reisen höre, im Ausland über Mittel- oder Langwelle, neuerdings auch über das Internet. Ich fühle mich gut informiert, aus allen Bereichen, der Politik, Wirtschaft, Kultur, Religion, Medizin ... Interviews werden – meistens jedenfalls – gut fundiert, kritisch, aber fair geführt. Als Segler höre ich im Sommer natürlich auch den Seewetterbericht, in der Regel um 0640 Uhr. Eigentlich habe ich nichts zu kritisieren. Einen kleinen Punkt gibt es allerdings doch. Es kommt immer wieder vor, dass Texte in Berichten ohne jede oder mit absolut sinnentstellender Betonung verlesen werden. Das bereitet mir nahezu körperliche Schmerzen, selbst dann, wenn mich das Thema sehr interessiert. (...) "

Thomas Bitterbier "Ich möchte mich auf diesem Weg für Ihr Programm bedanken. Es sollte möglich sein seine GEZ-Gebühren  gezielt an Sie zu entrichten!"

Savo Ivanic, Marburg "Bis heute bin ich Ihnen nicht nur für Ihr hervorragendes und ausgewogenes Informationsprogramm dankbar, sondern gerade auch als Musikliebhaber für Ihre jenseits des Mainstreams liegende Musikauswahl und dafür, dass Ihre beiden Sender zu den ganz wenigen in Deutschland gehören, die noch Musikjournalismus in Reinkultur bieten."

Eva-Maria Alles, Buchholz i.d.N. "Der Deutschlandfunk begleitete mich bereits zu Beginn meiner beruflichen Lehr- und Wanderjahre quer durch Deutschland: damals (ab 1969) war es der verlässliche Begleiter, den man im "hohen Norden" wie im "tiefen Süden" hören könnte. Politik, Musik, Kultur, Sport und der Kölsche Karneval - in den entsprechenden Sendeformaten und -zeiten, erreicht mich stets, nimmt mich mit."

Bert Peuler, Neuwied  "Ich bin Jahrgang 57, also sogar älter als der DLF. :-)  ABER:  Schon seit frühester Jugend bin ich am Kofferradio auf Mittelwelle "rumgekurvt"  und irgendwann prägte sich der Erkennnungsklang (tammm tamm taamm tim tamm tammm taaaaamm) des DLF ein.  Eigentlich viel höre ich DLF aber kontinuierlich morgens ab 06:00 Uhr. Die veröffentlichte Meinung aus der Politik ist ja 1. Quelle beim DLF. Viele, viele Klassik und andere Konzerte genieße ich mit dem Phonostar / DRadio-Recorder.  Eine akustische Leckerei erster Sahne. So ersetzen der Computer und die Software den Cassetten-Recorder.  (...) Was mich bis heute aber immer noch stört, dass es kein flächendeckendes Sendernetz gibt. Unterwegs an den Autobahnen bekommt man nur im Dunstkreis von Großstädten oder Ballungsräumen den DLF. Was mich noch stört: Die Unterbrechung von Abendkonzerten für Nachrichten und Verkehrsmeldungen. Das nervt! Wer braucht unbedingt JEDE Stunde Verkehrsmeldungen und Nachrichten, wo diese sogar meist noch gekürzt werden. Eine Bitte am Rande: Verhindern Sie um jeden Preis, dass die Programm-Informationen im Stile von ARD und ZDF aufbereitet werden.  Wer brauch Java-Script und Activ-X ??!! Das kostet Programmieraufwand bei Wartung und Anpassung."

Jürgen Neugebauer "Vor etwa 2-3 Jahren fiel mir auf, dass der Deutschlandfunk, irgendwie schleichend und allmählich, nicht mehr so war, wie ich ihn über Jahrzehnte immer geschätzt hatte. Irgendwie fiel mir eine Polarisierung auf, die sich, Stück für Stück, in eine deutliche ("politisch-korrekte") Schlagseite auszuwachsen schien. Vieles, worüber der Deutschlandfunk immer frei und kontrovers, aber trotzdem gefühlvoll ausgewogen, berichtet hatte, wurde zunehmend entweder gar nicht erst angefasst, oder wenn schon, dann seltsam "einseitig" und unausgewogen, irgendwie nur "halb" dargestellt. Man stellte nicht mehr kontrovers infrage, sondern stellte häufig nur noch "fest" ! Das befremdete mich anfangs ziemlich, weil ich sowas bisher nur von den (längst überwunden geglaubten Manieren der) "DDR-Rundfunk-Realsozialisten" kannte. Immer öfter erwischte ich mich dabei, wie früher bei den "Ostsendern", nun auch den Deutschlandfunk ärgerlich und zunehmend enttäuscht wegzuschalten! Früher hatte ich die Alternative "Westsender" ! Und nun.....? Fakt ist bei mir inzwischen schon, dass ich mich deutlich vom TÄGLICHEN Deutschlandfunk entfernt habe! (momentane, unbefriedigende) Alternative = Strom sparen......Radio ausgeschaltet lassen .......und ......seine Ruhe haben !"

Christian Rada, Schwedt "Ich bin dankbar ,dass es diesen Sender gibt. Ich zahle da auch gern die Rundfunkgebühren. Großes Kompliment an ihre Moderatoren, die schon am frühen Morgen interessante Beiträge und Interviews anbieten. Auch die Wochenendbeiträge samstags am Vormittag verfolge ich sehr gern. Ich wünschte mir, dass auch heute sich mehr junge Leute sich Im DLF infomierten. Der DLF unterscheidet sich wohltuend von vielen anderen Radio-Sendern des öffentlich rechtlichen Rundfunks mit ihren immer länger werdenden Werbeblöcken und hohen Musikanteil anstelle von Information oder auch Bildung."

Heike Bernhard "Favorit sind die Sportreporter, die nicht nur Fußballergebnisse verkünden, sondern immer wieder auf die seit Jahren bekannten Missstände hinweisen, und das immer wieder fundiert, obwohl sie von der Politik keine Unterstützung erhalten. Schön ist auch, wenn die Moderatoren einmal ihren steifen Kragen ablegen und etwas entspannter plaudern - bis zu den privaten Blödsendern ist da noch ein gaaaanz langer Weg. Von den Reportagen, Hintergründen etc. brauche ich wohl nicht zu sprechen. Fazit: insgesamt ein tolles Programm, nur an die neue Musik kann ich mich nicht gewöhnen, aber das ist nicht Ihre Erfindung. ÄRGERLICH: alle 30 Minuten Verkehrsnachrichten. Gerade weil Sie einen bundesweiten Sendeauftrag haben, ist es unmöglich, wirklich eine Übersicht zu bieten. Wenn man die Verkehrsnachrichten auf NDR Info hört, dauern die mindestens so lang wie die im DLF und sind nur auf den Norden beschränkt. (...)  Der Gipfel ist der Hinweis, dass es nähere Informationen im Internet gibt, das hilft sehr, wenn man in einem Stau steht, der bei Ihnen nicht vorgekommen ist - soll es tatsächlich geben :-)"

Stefan Reuschel, Kassel  "Seit nunmehr fast 20 Jahren bin ich Hörer des Deutschlandfunk und habe in dieser Zeit zahllose interessante und gute Berichte verschiedenster Themenbereiche gehört, sowohl online als auch am klassischen "Hörgerät". Nachrichten, Kultur, Wissenschaft, Presseschau - ab morgens viele seit langem feststehende Zeitmarken am Tag. Früher teils bei Abwesenheit noch mit Cassette aufgenommen, heute einfach als mp3 heruntergeladen. Der DLF stellt für mich in der heutigen Zeit nun eine Bastion der Seriosität und Qualität dar. (Weiteres umfängliches Lob möchte ich Ihnen hier ersparen. ;-) Umso erfrischender sind da die gelegentlichen - seltenen - kleinen Pannen und Schnitzer, die zeigen, dass auch hier Menschen am Werk sind. Schön, dass auch diese jetzt im Internet nachzuhören sind."

Artur Sonntag  "Was hat mich besonders aufgeregt ? Die Einführung des Gedudels, wo doch der Prof. Elitz lange Zeit, halbjährlich, mit berechtigtem Stolz auf diesen gravierenden Unterschied zu anderen Anstalten hinwies: jene mögen dudeln, Du, glückliches dradio brauchst es nicht."

Klaus-Peter Bresch, Nauen "Als wir im Jugendalter waren, gab es in der DDR noch keine gut entwickelte Empfangstechnik, (...) Schon damals hörte ich lieber den deutschen Schlager, gern natürlich auch den "westdeutschen". So erinnere ich mich, dass wir, ich glaube es war montags, abends schon immer darauf warteteten, vom Deutschlandfunk die neuestenen deutschen Schlager zu hören. Der Sender RIAS aus West-Berlin mit seinen "Schlager der Woche" war auf Mittelwelle nicht zu hören, da er von der DDR gestört wurde. Im Kreis meiner Freunde hörten wir sehr gerne die Musik vom DLF, da war von politischer Einstellung noch keine Rede, meine persönliche Entwicklung ging sowieso pro DDR.  Leider hat sich auch Ihr Sendeverhalten in Punkto deutschem Schlager zum Negativen gewandelt, das bedauere ich sehr, da sie ja bundesweit zu hören sind."

André Gebler "Ihnen beim Deutschlandfunk muss ich das Kompliment machen, dass Sie informationsmäßig einmalig sind – vielfältig und tiefgründig, noch besser als ARD und ZDF im Fernsehen."

Hartmut Nasdala, Königswinter (...) Zum Programm kann ich nur sagen, dass es für mich vorbildlich ist: Das elende Quotendenken, dem schon manch intelligente "Nischensendung" in den Dritten Programmen beispielsweise von WDR und NDR zum Opfer gefallen ist, hat glücklicherweise noch nicht beim DLF Einzug gehalten und auch wenn mir klar ist, dass Generationswechsel überall stattfindet und meine Vorstellungen auch irgendwann mal "überlebt" sein werden, so wünsche ich mir doch, dass MEIN Deutschlandfunk noch möglichst lange frei von Werbung und so arm wie möglich an substanzloser Unterhaltung sein möge."

Gernot Weiser "Eine Frage wollte ich schon lange loswerden: Gibt es eigentlich eine Klausel in irgendeinem Vertrag, die Sie verpflichtet die halbstündigen Verkehrsdurchsagen stur aufrechtzuerhalten? Es gehen ja in der Summe Unmengen wertvoller Sendeminuten verloren, und das in einer Zeit, in der die Verkehrslage für jeden kostenfrei im Internet  abrufbar ist, wo für die 25% der Haushalte ohne Internet alternativ der Mobilfunk zur Verfügung steht, und selbst die Totalverweigerer moderner Technologien auf das Festnetz zurückgreifen können."

Franz Pils "Was ich abscheulich finde, sind Ihre Digitalklänge zur Ankündigung des Zeitsignals. Es macht mir Ohrenweh, passt in seiner Nervigkeit überhaupt nicht zum Feingefühl, das der DLF sonst beweist."

Peter Manas, Passau  "Der Deutschlandfunk begleitet mich (Jahrgang 1964) nun schon fast mein ganzes bewusstes Leben (wie übrigens auch die „Sendung mit der Maus“ *g*), sodass mir die Stimmen Ihrer Sprecher inzwischen schon so vertraut sind, dass mir fast etwas fehlt, wenn das Radio mal nicht an ist. Ich höre Ihr Programm täglich, wann immer möglich. Zuhause, im Auto – sogar im Bad hab ich ein Radio, damit mir die unverzichtbaren Früh-Nachrichten und Beiträge nicht entgehen.. (...) Inzwischen hören meine Frau und ich von früh bis spät ihr Programm (und das von Deutschland Radio Kultur – das mindestens ebenso gut ist)."

Engelbert Saggel, Obertshausen "Was Witziges habe ich nicht auf Lager, ich bin auch nicht mehr so jung wie der DLF. Bei seiner Gründung war ich schon ein politisch interessierter Student. Ich will nur zwei  Alleinstellungsmerkmale nennen, die der Jubilar  unter den sonstigen  alleinstehenden Öffentlich-Rechtlichen  aufzuweisen hat; er bringt  jazzige Zwischenmusiken – undenkbar bei Anderen; er kennt keine Sendeverbote, seine politischen Beiträge haben mehr Unabhängigkeit, mehr Abstand von der kämpfenden Truppe  Ein Beispiel dafür habe ich erst kürzlich erlebt, und das ging so :  In den News-Medien häuften sich die Alarmmeldungen: Deutschland verpasst die Frist  für die Umsetzung der EU–Richtlinie Vorratsdatenspeicherung;  es drohe eine Klage wegen Vertragsverletzung. Deutschland habe genug Zeit gehabt, der Strafrahmen gehe bis zu zig Mio.  Die Justizministerin sei stur und gerate unter Druck. Mir als freiheitsbewusstem Anwalt sträubten sich die Haare: Warum die Hektik? Ist die Kritik aus Karlsruhe immer noch nicht verstanden worden? Dann am 28.12. ein erfreuliches Zischen aus Brüssel: Doris Simon im DLF lässt die heiße Luft aus dem Kessel entweichen mithilfe ihres  Beitrags „Langer Weg bis zur Strafe…“ – Der Hörer erfährt, dass das Thema auch bei vielen anderen EU-Staaten  umstritten ist - hiervon war  auf  anderen Kanälen  nichts zu hören, obwohl sich der EU-weite Vergleich aufdrängte.(...)  Dies war für mich eine wichtige Hilfe bei der Bewertung der Situation, auch zur Stärkung der persönlichen Abwehrkräfte gegen Mainstreamer und Quotenjockeys.  Ich schätze diese gelassene, aber kritische und unabhängige Berichterstattung durch den DLF und hierzu wünsche ich Ihnen noch viele weitere Jahre!"

Pascal Schwörer Ich, 18 Jahre, wollte mich für die Buchbesprechung zu dem Buch "Kakao - Speise der Götter" vielmals bedanken, da dieses Buch zu einer meiner Hauptquellen meiner Seminarfacharbeit geworden ist. PS: Weiter so  ;)"

Norbert Schön, Heidelberg "Mit Ihrer Auswahl an Sendungen bin ich im Großen und Ganzen zufrieden und plädiere dafür, diese Struktur so zu belassen. Lediglich eines nervt mich tagsüber: laufend die Hitparade der längsten deutschen Staus anhören zu müssen! a) interessiert es mich nicht b) wenn ich Verkehrsfunk hören wollte, so würde ich einen regionalen Sender wählen, damit ich die Staus der Gegend, in der ich fahre, hören könnte. Im Autoradio kann man den Verkehrsfunk zuschalten, auch wenn man gerade etwas anderes hört. Warum wird nicht darauf hinaus gearbeitet, dass nur die dies hören, die dies auch hören möchten? Technisch dürfte dies doch kein großes Problem sein, oder? Eine Zeitungsmeldung in der Süddeutschen Zeitung Ende letzten Jahres hat mich noch bestürzt: Sie wollen sich neue Hörerkreise öffnen, indem Sie auch nachts die Informationssendungen wiederholen. Sie verprellen sich dadurch auch viele bisheriger Hörerkreise: Ich finde die Nachtsendungen sehr gut und würde sie sehr vermissen. Warum können sich die Leute nicht auch die Sendungen aufnehmen, die sie hören wollen und zum Sendetermin gerade keine Zeit haben? Momentan können alle das hören (evtl. zeitversetzt), was sie möchten - nach dem neuen Konzept fällt ein Teil des Angebotes ersatzlos weg und es sollen statt dessen Wiederholungen gebracht werden. Ich hoffe Sie überlegen sich diese fatalen Änderungen nochmal und bleiben beim alten Konzept!"

Frank Brinkers, Nordhorn "Zu den Anfangsjahren des DLF kann ich mich (altersbedingt) nicht äußern, aber in den letzten 20 Jahren höre ich Euch regelmäßig und der DLF ist für mich eine Art unverzichtbarer Begleiter durch den Tag. Macht einfach weiter so! Eine Bitte/Anregung: Ich arbeite häufig in den Nachtstunden und höre den DLF gerne bis "Fazit" und 1 Uhr und dann wieder ab den "Informationen am Morgen" um 5 Uhr. Leider gibt es im deutschsprachigen Raum kein Rundfunkprogramm, welches in den Nachtstunden ein anspruchsvolles Wortprogramm bietet (die Schleifen-Programme der DW und von MDR-Info sind nun nicht wirklich zum dauerhaften Hören geeignet).  Wäre es nicht möglich, dass der DLF die hervorragenden Magazinsendungen aus dem Tagesprogramm (etwa "Europa heute", "Umwelt und Verbraucher", "Deutschland heute", "Forschung aktuell" usw.) in der Zeit von 1 bis 5 Uhr wiederholt? Ich denke, viele "Nachtarbeiter" würden sich über eine solche Alternative zu den "Dudelfunk"-Nachtprogrammen anderer Sender sehr freuen!"

Norbert Schön, Heidelberg Das Programm des Deutschlandfunks begleitet mich seit fünfzig Jahren, er war immer 'mein Rundfunksender' und ein  wichtiger Teil meines Lebens, wichtig wie das tägliche Brot. Ich erinnere mich an Sendungen wie 'Von mir zu dir' mit Thea Kronenberg, an den 'Aktuellen Plattenteller', den wir als Jugendliche an keinem Abend ausließen, später dann an die ausgezeichneten politischen und kulturellen  Sendungen. Die Wiedervereinigung haben wir nicht zuletzt  diesem Sender zu verdanken - er war im wahrsten Sinne  der Deutschland-Funk. Mit der Errichtung des 'DeutschlandRadio' stelle ich fest, dass sich der DLF langsam, aber sicher vom Deutschlandfunk früherer Jahrzehnte entfernt und so einen ganz anderen Zungenschlag hat, im Grunde gar nicht wiederzuerkennen ist. Seine politisch-kulturelle Ausrichtung ist inzwischen mindestens linksliberal zu nennen - und er gleicht sich immer mehr dem 'DRadio Kultur' an. Ich bin sehr unglücklich über diese Entwicklung, wohl wissend, dass sich die Zeiten und die gesellschaftlichen Verhältnisse gründlich geändert haben und dass inzwischen eine neue Generation das Sagen hat, die ein anderes Verhältnis zu unserem Land pflegt - oder gar keines. 'Mein Deutschlandfunk' ist er nicht mehr.  Auch nicht 'mein DLF'. Der Sender ist mir fremd geworden. Nur - was soll man mit inzwischen 62 Jahren Anderes hören? Vielleicht Österreich I."

Franziska Traub, Stuttgart "Vor etwa 3 Jahren geschah Folgendes: ich musste immer öfter entnervt das Radio abschalten, weil ich den fehlenden Inhalt, die gehirnwäscheartigen Musikwiederholungen, die Jingleberieselung der anderen Sender nicht mehr aushielt. Aber ich wollte Radio hören und auf der verzweifelten Sendersuche blieb ich beim DLF hängen. Seither bin ich treue Hörerin und kann mir keinen Tag ohne DLF vorstellen. Ich schätze besonders: die hervorragende Qualität aller Beiträge, die erstklassige Bandbreite an Information zum Tagesgeschehen, die professionelle Art der Sprecher und Moderatoren, den Verzicht auf Schnodderigkeiten, die Berichterstattung über das Weltgeschehen, die Möglichkeit der Hörerbeteiligung, selbst die Füllmusik ist von hohem Niveau! Alle Beiträge heben sich wohltuend von der Masse der anderen Sender in Form und Inhalt ab. Ich bleibe in Zukunft dabei, bitte weiter so!"

Thomas Gutsche "Als Atheist finde ich auch Sendungen wie "aus Religion und Gesellschaft" interessant, finde aber, sie dürften nicht in der Verantwortung der Kirche stehen, da sie sonst bisweilen eben doch kritiklos auch fragwürdige Positionen wiedergeben. Insbesondere finde ich, kultische Handlungen/Sendungen wie etwa die sog. "Gottesdienste" oder auch die Morgenandacht haben im Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk nichts zu suchen, dafür gibt es Bibel-TV, Radio Vatikan und ähnliches. Ich frage Sie daher, ab wann man hoffen darf, dass solche Punkte aus Ihrem Programm verschwinden, etwa wenn nur noch die Hälfte der Bevölkerung sich zu einer Kirche bekennt oder geht es vielleicht auch schon etwas früher?"

Hubertus Windthorst, Tübingen "Besonders gefällt mir, wie präzise Themen recherchiert und wie spannend sie dem Hörer dargeboten werden. Sehr gerne höre ich Diskussionen zu aktuellen Themen, die in aller Regel mit kompetenten Gästen vorzüglich moderiert werden. Und schließlich erfreue ich mich unabhängig vom Inhalt der Sendung an dem sehr gepflegten Umgang mit der Deutschen Sprache und an den treffenden Formulierungen der Sprecher/-innen und Moderatoren/-innen, ein besonderer Genuss, den andere Sender in dieser Perfektion nicht bieten. Alles zusammengenommen: Immer auf der Höhe der Zeit, beste Qualität, ein sprachlicher Genuss. Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Fortsetzung Ihrer Sendung auf diesem hohen Niveau." 

Roland Fischer  "Ja, ich höre seit einigen Jahren erst (nicht: Jahrzehnten)  den Deutschlandfunk und danke Ihnen für ihre fast durchweg sehr, sehr gute Berichterstattung!) und ich kann Ihnen sagen, ihr Sender wird für Deutschland immer wichtiger. Warum? 1. Sie bieten konzentrierte, gut recherchierte Informationen und Sie schließen - durch ihre fast für jeden verfügbare Hörfunkinformationen - Informationslücken (nicht jede/r hat Internet, nicht jede/r Zeit zum Fernsehen, nicht jede/r hat Zeit oder kann sich ein Zeitungsabo leisten !!) 2. Sie stellen quasi einen "virtuellen (inneren) seriösen Gesprächspartner dar", da man weiß, wer bei Ihnen dran ist und wie man bei Ihnen dran ist! (...) 3. Sie stellen durch Ihr geschliffenes  DEUTSCH  eine der letzten  echten Bastionen   für die Pflege  und Förderung  der DEUTSCHEN  HOCHSPRACHE dar !!  ( Heinrich Heine, Rilke, J.Wolfgang Goethe, F. Schiller,  ... diese alle  hörten  - würden sie heute leben - den DLF  ! !) Ach so!! Jetzt hätte ich´s fast vergessen, meine vorsichtige Kritik: Jetzt während der  unentwegten Berichterstattung  über die "Miss-takes"  unseres Bundespräsidenten:  ich meinte da  so eine "Tendenz in Sachen eigener Meinung des DLF"- bzw. des Intendanten oder ihres Berichterstattungsteams herauszuhören ... ( Sie dürfen gern  rückfragen !!) In diesem Zusammenhang bin ich jedenfalls der Meinung: 1. Bleiben Sie seriös und werden Sie bei Interviews und Kommentaren nicht "blumig" oder "tendenzheischend" !!  (Das wäre eine  absolut ungute Anpassung an das, was überall "in" ist, bzw. "eben gemacht   wird" !) 2. Versuchen Sie, nicht den Eindruck einer  "eigenen" Meinung  oder Parteilichkeit zu vermitteln, bzw. diese Meinung zu kolportieren !! 3. Geben Sie weiterhin der Überparteilichkeit und journalistischen Unabhängigkeit  oberste Priorität!"

Hans Dietrich Knoth "Besonders habe ich am DLF immer geschätzt, dass er offenbar ein Programmkonzept verfolgt, mit dem er sich von der Mehrheit der anderen Sender abhebt, bei denen das "Was ihr wollt"-Prinzip über allem zu stehen und ein Bildungsansatz geradezu verpönt zu sein scheint (in etlichen Gesprächen mit Medienleuten habe ich nach 1990 immer wieder wahrgenommen, dass meine Bildungserwartung an die Medien bzw. die Behauptung eines solchen Auftrags aller Medien für typisch "ostverseucht" gehalten wurde und dass das Grundprinzip "bad news - good news" geradezu tabuisiert wurde. Das habe ich beim DLF nie beobachtet und dafür bin ich Ihnen bis heute dankbar, auch wenn ich manchmal das Gefühl habe, sie tun gelegentlich ein wenig zu viel des Guten in Richtung Unterhaltungsverzicht. Das hat vielleicht auch etwas mit der Schaffung ihres Schwestersenders Deutschlandradio Kultur zu tun, dessen Entstehung mir auch nie inhaltlich zwingend erschienen ist; ich habe immer den Eindruck gehabt, dass er eher aus der Integration von RIAS und Ostsendern zu erklären war. Wenn ich an die Zukunft denke, dann würde ich es für schön halten, wenn Sie sich im Prinzip treu bleiben, aber vielleicht die etwas geisttötenden Vormittagssendungen (insbes. die Gesundheitssprechstunden) verringern, auch am Morgen ab und an eine gute (Unterhaltungs-)Musik einfügen (auch mal mit Gesang, nicht nur Instrumentaltitel wie bisher) und durchaus auch zu normalen Zeiten am Tage (also nicht nur in späten Nacht- und sehr frühen Morgenstunden) sog. "E"- bzw. klassische Musik senden. (...) Dass heute in den meisten Sendern die Vorlieben so sortiert werden, dass jeder in seiner Ecke kleben bleibt und nie auf neue Geschmäcker gebracht wird, führt m.E. zu Verständnislosigkeit unter den verschiedenen Gesellschafts- und Bildungsschichten und zur Kultivierung eigener Einseitigkeit, wenn nicht gar zur allmählichen allgemeinen Verblödung. Noch einmal herzlichen Dank für 50 Jahre gutes Radio und allerbeste Wünsche - im eigenen Interesse - auf dem Weg durch die nächsten 50 Jahre! - Dazu wünsche ich Ihnen, dass - ich bin viel in ganz Deutschland mit dem Auto unterwegs - sie überall so flächendeckend gut zu hören sind wie hier in Sachsen (ich denke, hier haben Leute 1990 Leute zu Ihren Gunsten Einfluß genommen, die sie lange Jahre gehört hatten wie wir)."

Ralf Brückner, Kirchhatten "Der DLF begleitet mich seit 50 Jahren! Hier meine Kurzkommentare: 1. Eindrucksvoll sind Ihre aktuellen Sendungen mit den kompetenten Beiträgen und den einfühlsamen Interviews. 2. Ihre Features sind immer wieder ein Hörerlebnis, insbesondere inhaltlich. Über die Verwendung der Geräuschkulissen dabei kann man sicher unterschiedlicher Meinung sein. 3. Ihre Zwischenmusiken insbesondere bei den aktuellen Sendungen sind meistens eine Zumutung für verwöhnte Ohren. 4. Meine E-Mails und Briefe an den DLF sind nie beantwortet worden."

Gudrun und Eugen Ignatius "Seit Jahrzehnten ist der Deutschlandfunk eine unserer Hauptinformationsquellen. Wir haben den Eindruck, dass der Deutschlandfunk immer den besonderen Anspruch auf Objektivität und Seriosität beherzigt hat. Diesem Anspruch wird die Sendung "Hintergrund Politik" in besonderer Weise gerecht. Sie erklärt in kompakter Form aktuelle politische Zusammenhänge. Für uns ist sie die politische Sendung, die alle anderen weitgehend in den Schatten stellt. Ein  befremdliches Gegenbeispiel ist die früher allmorgendlich ausgestrahlte Sendung "aus Ostberliner Zeitungen" die in einer beschämenden Weise den Anspruch auf Objektivität ad absurdum führte."

Martin Schmitt "Über Mittel- und Langwelle kann ich problemlos stundenlang Wortprogramme hören. Über UKW finde ich das nervig, da S- und Zischlaute so hart kommen. Digitalradio ist wegen der Kompression für mich unhörbar, was Wortprogramme betrifft. Ich bitte daher um weitere MW Frequenzen oder um Leistungserhöhung der bestehenden Sender....auch wenn dies finanziell kaum möglich sein wird. Bitte reformieren Sie das Programm auf keinen Fall in Richtung der ARD-Infowellen. Hier werden Nachrichten gedudelt, als gäbe es keine Hörer, die auch mal länger als 20 Minuten zuhören."

Beate Gaupp "Ich höre Ihr Programm seit vielen Jahren, meistens am Morgen zum Frühstück. Besonders gefällt mir Ihre sonntägliche Sendung "Essay und Diskurs", die Informationen und Anregungen quer durch Wissenschaft, Kultur und Politik bietet. Und alles in hoher Qualität! Dass man die meisten Sendungen als Podcast nachhören oder die Manuskripte speichern kann, ist fabelhaft; denn manchen Sonntag in Bayern mag man in die Ferne, sprich in die Berge schweifen. Ich hoffe sehr, Sie können dies technische Angebot mit der bisherigen 6-Monatsfrist aufrecht erhalten. Schade finde ich, dass Sie die Lyriksendung aus dem Programm genommen haben und es auch den Lyrikkalender nicht mehr gibt. Er war ein wunderbares Weihnachtsgeschenk für alle, die Gedichte lieben. Für die nächste Dekade bis zum Sechzigsten wünsche ich Ihnen und uns Hörern die Fortsetzung Ihrer exzellenten Radiosendungen! Größere Veränderungen müssen nicht sein."

Christoph Messerschmidt "Der DLF ist eine feste Größe, wie vielleicht die Tagesschau im TV. Ein Hörer wünschte sich, Sie sollten doch wenigstens sonntags wieder mal Ihr altvertrautes Pausenzeichen senden. Dieser Idee könnte ich mich auch anschließen. Ich wünschte mir sogar die Sendung "von mir zu dir" zurück und würde dafür auf Tatort in der ARD z. Bsp. verzichten. Schön wäre es, wenn man mal im Internet das eine oder andere Bild über Ihre Sprechermannschaft sehen könnte. Oder geht das etwa nicht wegen Datenschutz? Gibt es noch Kontakte zu  Sprechern von der Sendung "von mir zu dir" bzw. werden die mal eingeladen zur Rentnerweihnachtsfeier. Ich meine, Zukunft braucht auch Herkunft. Natürlich können wir nicht nur von Erinnerungen leben. Meine Tochter z. Bsp., 26 Jahre alt, hört auch fast nur Deutschlandfunk in Leipzig. Na dann war doch "Papis Erziehung" nicht völlig für die Katz."

Katja Facius "Würde mich jemand fragen, was man anders machen sollte: Morgenandacht und Gottesdienste streichen, Sonntag Vormittag statt dessen so was wie einst im D-Radio "Menschen und Landschaften", etwas zum Seele baumeln lassen. Aber ich ahne: Es gäbe Protestdemos."

Joachim Reuland "Es besteht zwischen uns ein jahrelanges einseitig passives Verhältnis, Sie als Anbieter von Sendungen, ich als stiller anonymer Radiohörer. Nun bietet sich durch das äußere Ereignis Gelegenheit für einen kurzen Dank! Ich mag den Sprechfunk, nicht unbedingt die Konzerte. Früher hörte ich viel NDR4, dann NDR-Info. Bin dann aber glücklicherweise die letzten 20 Jahre auf den Deutschlandfunk gestoßen, wenn es noch vor 23:00 ist teilweise auch manchmal auf Deutschlandradio Kultur. Obwohl die Beiträge beider Sender ja eine große Schnittmenge haben, fesselt mich DLF mehr. Gerade die aktuellen Sendungen des DLF und zeitweise morgendlichen Interviews "direkt auf den Sender" erwecken bei mir den Eindruck der größeren Tiefe und erfreulichen Journalismus. Früher habe ich allerdings nicht einen so positiven Eindruck gehabt, Verzeihung: DLF erschien mir in der Zeit des kalten Krieges mehr die propagandistische Stimme des Westens mit der Zielrichtung in den Osten. Die Deutsche Welle schien mir eine ähnliche Einseitigkeit mit anderer Zielrichtung zu haben. Das scheint sich nach der Wende - nach meinem Eindruck grundlegend und nur positiv gewandelt zu haben. DLF hat sich eine gewandelte Identität zugelegt, steht dem Sender gut."

Jürgen Pelikan "Geboren wurde ich 1954 in der DDR. Als ich 14 bis 18 Jahre alt war, hörte ich den SENDER FREIES BERLIN. Ich war soo jung und wollte Informationen zur Musik. Dann hatte ich mehr und mehr Interesse an dem echten Leben und seiner Widerspiegelung Westdeutschlands in seinen Medien. Der SFB gab mir nur eine Information über den Vordergrund. Der RIAS war für mich (aus heutiger Sicht) wie eine BILD-Zeitung im Radio. Also hörte ich mit Leidenschaft und Mehrwert den Deutschlandfunk. Wenn ich mich recht erinnere, war es Mittelwelle. Aber das störte nicht. Es war und ist heute noch das gesprochene Wort, das mich berührt. Ein Journalismus, der mich –als Hörer- ernst nimmt. Und den ich ernst nehmen kann. Seit 1972 habe ich regelmäßig den SPIEGEL bekommen und "aufgesaugt”. Immer aber hatte ich dabei das Empfinden, dass alle Informationen von einem Geschäftsinteresse bestimmt werden. Ganz anders, wenn ich den dlf hörte und höre. Grund-solide. Nachvollziehbar und gaanz selten anzweifelbar. Ich liebe die Features!! Ich liebe die Kultur am Nachmittag. Ich liebe DAS JÜDISCHE LEBEN! Ohne den Deutschlandfunk hätte ich mein bisheriges Leben als Kultur-Banause gelebt! Dieser Sender ist das wahre Gesicht Deutschlands!"

Klaus Kowitz "Ich höre DLF seit bestimmt mehr als 40 Jahren, seit 35 Jahren " Information am Morgen", Start 5,00 Uhr. Dazu meine Kritik: Diese Sendung hat mir besonders gut gefallen, als sie noch um 8,00 Uhr endete, mit der Zusammenfassung 20 Minuten vorher( wenn ich mal nicht ab 5,00 Uhr zuhören konnte) Seit der Verlängerung bis 9,00 Uhr gehen mir Beiträge verloren, weil ich natürlich auch weg muß. Zudem sind in den 4 Stunden viele Wiederholungen drin, z.B. der Frühbericht aus USA .Wie wäre es denn, wenn sie wieder um 8,00 Uhr Schluß machen würden? Mir käme das sehr entgegen.  Das Weihnachtsfest wurde zu einem Erlebnis am Heiligabend, als sie noch ab 19,00Uhr über die Seefunkstelle die Verbindung zu den Schiffen sendeten. Wir alle, hörten immer gespannt zu, was zu dieser zeit auf der Welt am Heiligabend geschieht und wie anders manches abläuft, insbesondere die Heimatgrüße an die " Lieben zuhause". Schade, dass sie diese tolle Sendung abgestellt haben!  Ich war am samstagvormittags viel unterwegs und habe mich stets gefreut, die Hafensendung ab 11,00 Uhr einzuschalten. Auch das ist verloren gegangen! Schade. (...) Dennoch, DLF ist eben der Sender für mich."

Ulrich Kahmann, Herford "Meine persönliche Erinnerung an den Deutschlandfunk: das Pausenzeichen. Heimelig, etwas unheimlich auch, so klang es durch den Äther, damals, auf der Mittelwelle. Oft habe ich den Sender früher nicht gehört. Allzu behäbig erschien mir das Programm. Das „Schlagerderby“ etwa (hieß es nicht so? montags von 20 Uhr bis 21:30 Uhr) fühlte sich ungefähr so keck wie meine Tante, wenn sie „klasse!“ sagte. Und die rückengekrümmten Nachrichtensendungen mit ihrem Verlautbarungsjournalismus und dann die staatstragenden Kommentare… So hat mich stattdessen WDR 3 durch viele Jahre begleitet. Bis zur Programmreform dort, die modern sein wollte und nur postmodern war. Da habe ich umgeschaltet und entdeckt: Der Deutschlandfunk ist jünger geworden, bunter, kritischer bis hin zur echten Keckheit. Jetzt ist es der Deutschlandfunk, der mich täglich begleitet. Dort, wo ich wohne, in Herford, ist er auf UKW nicht zu empfangen. (So wenig wie Deutschlandradio.) AM ist romantisch, aber ärgerlich ist diese Versorgungslage doch. Immer noch auf Mittelwelle also, aber nicht mehr mit Pausenzeichen. Das ist ebenfalls ärgerlich, sehr sogar, denn das Jingle ist grauslich, scheußlich, Ohrenfolter. Also, guter Deutschlandfunk: Bleib, wie du bist. Werde reifer und dabei jünger. Mach so weiter wie bisher. Auch ein bißchen weiter als bisher. Und hol das Pausenzeichen zurück!"

Thomas Pornschlegel,  Bad Kreuznach "Verbesserungsvorschläge habe ich nicht viele – Ihr Deutsch fällt mir schon einmal als fehlerhaft auf (Deklination, Singular / Plural), Moderatoren sollten sich immer bei Interviewpartnern bedanken und der Musikanteil (nachts, Sonntag früh) sollte beibehalten und nicht, wie anscheinend in Betracht gezogen, durch Wortbeiträge ersetzt werden. Das Pausenzeichen darf ruhig zurückkehren, damit hätten Sie ein Alleinstellungsmerkmal. Auch ein Sender darf in diesen hektischen Zeiten ununterbrochener sogenannter „News“ einmal kurz pausieren und dies entsprechend (! - statt durch nichtssagendes Rumgedudel / 10-15 sekündige Musikkonserven / Endlosschlaufe der Soundmarke) kundtun."

Renata und Jürgen Heinrich "Das Schöne am Deutschlandfunk war und ist, dass er kein Lokalsender ist, sondern aus ganz Deutschland und aller Welt berichtet. So sind wir Ihnen bis heute treu geblieben und fühlen uns immer gut informiert."

Kirsten Töpfer, Hildesheim "Ich höre den Sender seit ca. 10 Jahren. Eigentlich seitdem ich die Schule 2002 beendet und angefangen habe zu studieren. Spannend und anregend fand ich immer Forum PISA. Leider wurde ja schon vor mehreren Jahren der Sendeplatz verändert (der Platz am Nachmittag ist ziemlich ungünstig, und dann auch noch Samstag). Eigentlich hat mir die Diskussion und Themenvielfalt bis zu dem Zeitpunkt gefallen. Wenigstens ein Medium in Deutschland, das der Bildung den Stellenplatz einräumte, den sie verdient, wenn schon nicht die Politik und andere es tun. Für die Zukunft wünsche ich mir weiter kritische Berichterstattung. Als Förderschullehrerin natürlich vor allem aus der Bildung :-D  Und etwas Aufklärung der Hörer über sonderpädagogische Entwicklungen könnte auch nicht schaden (z.B. fachlich richtige Erläuterungen zum Thema Inklusion oder Arbeitsmarkt, usw.)."

Georg Heil, Hochstadt "Ich bin von Anfang an regelmäßiger Hörer und fühle beim Hören alter Sachen so was wie Heimat. Dem alten Sendezeichen trauere ich immer noch nach. Meine Anregung Fassen Sie bitte alle Beiträge zum Jubiläum in CD/MP3/o.ä. zusammen. Verändern Sie bitte auf keinen Fall die Form der Nachrichten keine O-Töne und Nachrichten, die nur aus Kurzschlagzeilen bestehen. Abschreckendes Beispiel vom Fernsehen Wenn eine Meldung über den Arbeitsmarkt kommt, wird immer das gleiche Standbild einer Baustelle mit Kränen gezeigt. Welche Zusatzinformation hat das?"

Leo Pöpsel, Haan "Jeden Morgen ab 5:00 und jeden Abend ab 11.11 Uhr bin ich am Ohr der Zeitfunk Moderatoren.  Mehr braucht man nicht als den DLF, um im Bilde zu sein. Es gibt einiges Lob auszuteilen. 1. Die Länge der Interviews läßt einen Dialog von 5-7 Fragen und Antworten zu. 2. Die Fragen sind exzellent vorbereitet und treffen den Kern des Themas. 3. Sie stellen die Fragen ganz emotionslos und ohne Leidenschaft und Provokation, echt journalistisch Spitze. Obwohl sie sich sicherlich oft ärgern müssen über die Antworten, aber es gebietet ihr Stil, sich nicht herabzulassen. 4. Sie haben keine Angst vor großen Persönlichkeiten und lassen diese auch aussprechen, wenn sie im Rahmen bleiben. 5. Besonders gefallen mir die Damen der Zeitfunk-Redaktion, die trotz ihrer Jugend sehr, sehr professionell die Sendung moderieren. (...) Ich habe noch eine weitere Lieblingssendung:  Sonntags, Information und Musik. Die wissenschaftlichen Themen kann ich oft gebrauchen für meinen Philosophischen Stammtisch. Ganz zu schweigen von der ausgewählten klassischen Musik."

Steffen Mehnert, Chemnitz  "An alle "Programm-Macher" ein herzliches Dankeschön für die vielseitigen, unterhaltsamen und abwechslungsreichen Programmideen sowie informativen Nachrichten und vor allem Diskussionsrunden. (...) Übrigens habe ich keinen Fernseher und fühle mich genau so gut informiert, wie die Menschen um mich herum; ein Wermutstropfen ist die vorgesehene Pauschalierung der Fernseh-/Rundfunkgebühren - das finde ich ungerecht, weil ich mich diesem Vorhaben zur Vereinheitlichung der Fernseh-/Rundfunkgebühren auch völlige "ausgeliefert" fühle und nichts dagegen tun kann...(mir zumindest nichts einfällt)."

Erich Kraut, Heilbronn "Ihre Korrespondenten berichten stets sachlich und informativ, ohne in einen „marktschreierischen“ Jargon zu verfallen. Der Deutschlandfunk hebt sich in angenehmer Weise von den weitverbreiteten „Dudelfunksendern“ mit ihren Werbeeinblendungen ab. Auch bleibt man von überflüssigen Anglizismen verschont. (...) Gestatten Sie mir am Schluss noch zwei Anmerkungen. Besteht die Möglichkeit Ihre Sprecherinnen und Sprecher mit Bild auf Ihrer Web-Seite zu veröffentlichen? Nach meinem Empfinden gehören Fußballergebnisse nicht in die Weltnachrichten."

Cornelia  Seegmüller, Markdorf "Zum  50. Jahrestag  möchte  ich  Ihrem  Unternehmen  recht  herzlich  gratulieren  und  Ihnen  auch  mitteilen,  dass  mir  Ihr  ganzes 24-Stunden-Programm  wirklich  sehr  gut  gefällt -  informativ,  detailliert,  für  jeden  immer  etwas  dabei; und  dann  Ihre  guten  Journalisten  sowohl  im  Inland als  auch im Ausland. Ich  höre  Ihren  Sender  auch  schon  morgens  um  5 Uhr  30  und  begleitet  mich  bis  zur  Presseschau  und  dann  auch  die  Nachrichten;  gerne  höre  ich  auch  immer  das  tägliche  Kalenderblatt  und  Europa  heute;  aber  auch  die  kirchliche  Sendung  danach. Wenn  meine  Arbeitszeit  mich  nicht  in   Anspruch  nehmen  würde,  könnte  ich  den  ganzen  Tag  nur  am  Radio  sitzen  und  zuhören!"

Matthias Tennigkeit, Jena "In Sendungen in eigener Sache anlässlich Ihres 50. Geburtstages wurde von einigen Hörern die Ansicht zum Ausdruck gebracht, die Musikauswahl in den aktuell-politischen Sendungen sei verbesserungswürdig. Dieser Meinung schließe ich mich nicht an. Ich denke, dass in solchen Sendungen die Musik eine ähnlich Rolle spielt, wie das Weißbrot bei Weinverkostungen; die einzelnen Beiträge resp. Weine sollen voneinander wohl geschieden werden. Dabei darf allerdings der Trenner nicht dominieren. (...)  Es ist wohl Zeitgeist, dass viele Hörer neben den guten Beiträgen auch ihre Lieblingsmusik hören wollen. Aber so eine Mischung aus Informationssendung und Wunschkonzert kann, nach meinem Dafürhalten, nicht funktionieren. Ich möchte Sie deshalb ermuntern, weiterhin die Musikauswahl in den Informationssendungen so zu handhaben, wie bisher. Denn sie erscheint mir im Verhältnis Inhalt-Form nahezu ideal."

Alexander Kern "Guten Tag ich möchte bitte die Pausentöne von den sechziger und siebziger Jahren bitte wieder haben. Vielen Dank."

Peter Schütt Hamburg 1. Erst mal ein großes Lob an Ihr Programm, das ich jeden Tag mehrere Stunden höre! Das Programm ist sehr gut! Das gilt auch für das liebevoll gemachte Programmheft. 2. Ich würde mir mehr Infos über die Programme im EPG (Satellit) wünschen, z.B. dass dort schon rechtzeitig steht, was es im Marktplatz für ein Thema gibt. Oft steht da nur Journal am Vormittag, obwohl es Marktplatz heißt oder Sprechstunde und dann kein Thema, das finde ich schade. denn die Themen sind ja schon bekannt, wenn sie im Programmheft bereits gedruckt stehen. 3. Die Kommentare um 19:15 sind immer sehr gut und regen mich zum Lachen an, also weiter so. 4. Bitte keine Verjüngung. Das Programm ist seriös und gut und das sollte auch so bleiben. Ich höre kürzlich, dass der Deutschlandfunk sich verjüngen möchte, ich glaube nicht, dass Sie damit die Hörerschaft glücklicher machen, denn man erwartet bei Ihnen ein gut gemachtes Informationsprogramm und keine Klingelklangeljingles usw. 5. Die Leiergeige ist weg. Danke dafür! Die Gedichte irgendwo reingeklatscht haben irgendwie immer genervt. 6 Die Zwischenmusiken sind oft richtig gut! 7. Ich höre fast ausschließlich mit Mono-Radios Zum Teil sind die Sprecher verschieden laut, evtl. könnten Sie da noch etwas dran tun. 8. Telefon leiser. Die Sprecher sind in der Regel gut. Etwas, aber nicht zu viel komprimiert. Dann kommt Telefon. Wie Schwein komprimiert. Wenn der Anrufer eine Pause macht, läuft die AGC nach einer Sekunde bis oben gegen und die nächsten  3 Sekunden sind noch lauter. Tide-Sound. Es nervt, weil der Anrufer immer doppelt so laut ist, wie alle andere Sprecher. 9. Das gesamte Programm könnte insgesamt etwas weniger komprimiert sein, dann würde es noch besser klingen. 10. Die Verkehrsmeldungen sind auch wie Schwein komprimiert und immer erheblich lauter als das restliche Programm, das nervt auch. Hört man das im Auto, dann will man ja auch das restliche Programm verstehen können, also brauchen auch die Verkehrsmeldungen nicht lauter sein. 11. Sie verspielen Ihre gesamte Kompetenz mit der DAB Werbung. Man nimmt den Deutschlandfunk doch nicht mehr ernst, wenn er erzählt im Himmel ist Jahrmarkt, hier in Hamburg eher Dom. Bei DAB+ reden Sie von glasklarem Klang ohne Rauschen von natürlicher Wiedergabe in CD Qualität. Haben Sie schon mal so eine Fischkiste eingeschaltet und den Deutschlandfunk mit dem Gejipper damit gehört?!! Die Qualität von DAB+ ist gehobene Diktiergerätequalität und liegt irgendwo oberhalb Langwelle und weit unterhalb UKW. Wenn das die Zukunft ist, dann braucht keiner mehr Radio.(...)"

Ottmar Hinz, Bremen "Es muss 1984 oder 1985 gewesen sein. Ich gehörte seit einiger Zeit zu den täglichen Hörern Ihrer Morgenberichterstattung - vor allem wegen der sehr ausgeschlafenen Interviews mit teils noch nicht ganz so ausgeschlafenen Interviewpartnern: Da gab es manchmal Klartext zu hören, der später am Tag wie amtlich bereinigt klang. Doch dann kam es zu einer ernsten Vertrauenskrise zwischen mir und meinem Lieblingssender! Es waren die Jahre zwischen Harrisburg und Tschernobyl. Mit einem Abstand von wenigen Tagen wurde in der DLF- Morgensendung zweimal derselbe Vorstand eines Stromkonzerns und Präsidiumsmitglied des Atomforums, interviewt, sein Name ist mir entfallen, damals konnte ich ihn sofort zuordnen. Das eine Mal stellte der Redakteur ihn vor als "Physikprofessor" (was er auch war), das zweite Mal, wenige Tage später, als "Energieexperten". Und beide Male durfte dieser Oberlobbyist - von kritischen Fragen nahezu unbehelligt - seine in meinen Ohren fadenscheinige Atomstrom-Propaganda absondern.  Das war zu viel für mich. Am selben Tag änderte ich meine regelmäßig gehörte Morgenfrequenz. Selbstverständlich bin ich nach zwei, drei Jahren wieder zum DLF zurückgekehrt und nun seit mehr als zwei Jahrzehnten wieder ein vertrauensvoller und meist zufriedener Hörer, nicht nur am Morgen."

Detlev Abel "Der Deutschlandfunk ist schon seit mehr als 30 Jahren mein Sender. Er ist mein Sender geworden, weil Ihre Sendungen frei von Hektik und Effekthascherei sind, frei von Werbung und monotonen Wiederholungen der immer gleichen Hits, dafür äußerst informativ in den Informationen am Morgen und am Mittag und kulturell und wissenschaftlich sehr abwechslungsreich, mit angenehmer und manchmal sehr interessanter Musik. „Klassik, Pop et cetera“ samstagmorgens und mittwochnachts und die monatliche Oldiesendung von Gerd Alzen am frühen Sonntagmorgen lasse ich mir nicht entgehen, diese erzählten Musiksendungen sind für mich das reine Vergnügen. Hoffentlich fallen sie nicht der zukünftigen Programmreform zum Opfer."

Birgitta Schmitz-Hussain "Seit langem lasse ich mich von Ihrer kritischen Berichterstattung vorwiegend morgens und mittags begleiten. Aufmerksam wird von Ihrer Seite nachgefragt, zuweilen auch nachgesetzt, ohne die Würde des Gegenübers zu verletzen. Souveräner Stil, der den spöttischen Gedanken in mir keimen lässt, Sie mögen doch manchem unserer PolitikerInnen ein Volontariat anbieten. (...) Nun, ab und zu schalte ich auch mal das Radio aus. Dann setze ich mich an den Schreibtisch und betrachte den Himmel. Aber solche Zeiten haben Sie ja auch schon thematisiert."

Susanne Güttner, "Seit Jahrzehnten sind wir engagierte Hörer Ihres Senders. Ich persönlich war mächtig enttäuscht, als ich vor reichlich einem Jahr hörte, dass Ihre "Pausenfüller"-Gedichte nicht mehr gesendet werden und der dazugehörige Kalender nicht mehr erscheint. Doch jetzt höre ich mit sehr großem Interesse jeden Morgen 07.28 Uhr Ihre Reihe "Sendezeichen", und ich freue mich schon immer auf und dann über die wenigen Takte die auf der Celesta gespielt werden, wie ich Sie Ihren Hörern mitteilten, vor allem, warum Sie diesen weichen Klang wählten. Heute hörte ich mit großem Interesse, woher Melodie und Text stammen. Ich danke Ihnen. Es ist wirklich ein Griff in die akustische Wundertüte, wie Sie es treffend nennen. Das Pausenzeichen ist mir noch so vertraut (Jahrgang 1941). Täglich freue ich mich, freuen wir uns über Ihr Programm!"

 

Mein DLF

Private HörerlebnisseMein DLF

Ihre Lieblingsmomente beim Deutschlandfunk

Zu unserem Geburtstag am 6.1.2012 hatten wir uns Ihre Erinnerungen gewünscht. Viele Hörerinnen und Hörer haben uns diese Bitte erfüllt! Ergebnis ist eine umfangreiche Sammlung von Erinnerungen an besondere Momente. Es gab außerdem Lob und Kritik, Vorschläge und Anregungen.

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MANUSKRIPT-ARCHIVFünf Jahrzehnte im Spiegel der Nachrichten

Am 1. Januar 1962 um 16 Uhr meldete sich der Deutschlandfunk erstmals im Äther, und zwar mit einer Nachrichtensendung. Dies war kein Zufall, denn die Information im Allgemeinen und die Nachrichten im Besonderen waren prägend für das Programm – und sind es noch heute. Wir haben für Sie einige Originalmanuskripte der Nachrichtenredaktion zusammengestellt:

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TON-ARCHIVDumm gelaufen

Zum Jubiläum öffnet der Deutschlandfunk zum ersten Mal sein wohlgehütetes Pannen-Archiv.

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Wie verändern Digitalisierung und Globalisierung Politik und politische Kommunikation? Dieser Frage ging der Deutschlandfunk gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung am 6. und 7. Januar in einer Konferenz nach. 

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VIDEO-ARCHIVDeutschlandfunk im Bewegtbild

Funkhausbau, Einweihung der Studios, die tägliche Arbeit – vielfach haben Kameras die Arbeit der Redakteure im Funkhaus begleitet.

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ZUM 50. GEBURTSTAGWertvoll und unverzichtbar

Am 1. Januar 1962, 16.00 Uhr, hielt Gründungsintendant Hermann Franz Gerhard Starke eine kurze Ansprache, es folgten die ersten Nachrichten. Der Deutschlandfunk war auf Sendung.

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Da der Deutschlandfunk zahlreiche Journalisten zu seinen Hörern zählt, überrascht es kaum, dass der runde Geburtstag ein starkes Medienecho findet – überwiegend in Form von Lobliedern. Grund genug, einige der jubilären Presseartikel in einer außerplanmäßigen Presseschau zu sammeln.

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Anfang Januar lud der Deutschlandfunk zur Konferenz "Der Ort des Politischen in der digitalen Medienwelt" ein. Zwei Tage diskutierten Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Medien im Kölner Funkhaus. Diese Diskussion wollen wir nun im Internet fortsetzen.

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